Der Flug verlief ganz ruhig und überpünktlich landeten wir um 5.45 Ortszeit - zwei Stunden sind wir hier weiter.
Ich hatte mir ja schon ein Online-Visum ausstellen lassen, so dass es bei der Immigration sehr schnell ging. Direkt danach das erste Geld umtauschen und als ich dann zum Gepäckband kam, lief meine Tasche grade ein - besser geht es nicht. Leider hatten nicht alle aus unserer Gruppe dieses Glück, so dass es dann schon 8.30 Uhr war als wir uns auf den 15-minütigen Weg in unser Hotel machten.
Alle waren ziemlich groggy, ich konnte im Flieger auch nicht schlafen. Aber da wir ja nicht zum Vergnügen hier sind, haben wir uns gleich nach dem Einchecken wieder getroffen und verschiedenste organisatorische Dinge abzusprechen und danach zu einer Stadtrundfahrt aufzubrechen.
Addis Abeba ist amharisch und bedeutet "Neue Blume" und wurde erst vor 140 Jahren gegründet.
Es keine wirklich schöne Stadt aber spannend zuzuschauen das Zentrum des emporstrebenden, selbstbewussten Afrikas. Hier ist u.a. auch der Sitz der Afrikanischen Union, ganz in der Nähe von unserem Hotel Ghion, welches zu Haile Selassies Zeiten so manches Statsoberhaupt beherbergt hat. Den Charme der 70-iger Jahre versprüht es auch noch, ist aber einigermaßen sauber, die Betten sind okay - was will man also mehr? Außerdem darf man bei allem auch nicht vergessen, dass man in Afrika ist.
Neben der afrikanischen Fahrweise fällt aber vor allem auf, wie sauber es hier auf den Straßen ist. Es gibt genügend Straßenfeger, die für Ordnung sorgen.
Wir waren im Nationalmuseum sowie im Ethnologischen Museum
wo ein Skelett vom bislang ältesten menschenähnlichen Wesen ausgestellt ist und haben uns die Dreieinigkeitskirche angeschaut, in der der letzte Kaiser - Haile Silassi beigesetzt ist. Genannt wird es Lucy und ist ca. 3,5 Millionen Jahre alt.
Den Abschluss hat dann ein Besuch des "Mercato" gemacht, welcher der größte Markt Afrikas ist. Den Namen hat er noch von den Italienern, die von 1935-1941 das Land besetzt hatte.
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