Ein lang gehegter Wunsch soll jetzt Realität werden - es geht tatsächlich übermorgen nach Addis-Abeba und von dort in 21 Tagen zuerst durch den christlich geprägten Norden des Landes und im zweiten Teil der Reise in den Süden, bis an die Grenze zu Kenia, um die dort lebenden Naturvölker zu besuchen. Es wird auch meine erste Gruppenreise - und das finde ich momentan noch viel aufregender als das fremde Land ☺
Freitag, 12. Januar 2018
Mittwoch, 10. Januar 2018
Dienstag, 9. Januar 2018
Addis Abeba
Der Flug verlief ganz ruhig und überpünktlich landeten wir um 5.45 Ortszeit - zwei Stunden sind wir hier weiter.
Ich hatte mir ja schon ein Online-Visum ausstellen lassen, so dass es bei der Immigration sehr schnell ging. Direkt danach das erste Geld umtauschen und als ich dann zum Gepäckband kam, lief meine Tasche grade ein - besser geht es nicht. Leider hatten nicht alle aus unserer Gruppe dieses Glück, so dass es dann schon 8.30 Uhr war als wir uns auf den 15-minütigen Weg in unser Hotel machten.
Alle waren ziemlich groggy, ich konnte im Flieger auch nicht schlafen. Aber da wir ja nicht zum Vergnügen hier sind, haben wir uns gleich nach dem Einchecken wieder getroffen und verschiedenste organisatorische Dinge abzusprechen und danach zu einer Stadtrundfahrt aufzubrechen.
Addis Abeba ist amharisch und bedeutet "Neue Blume" und wurde erst vor 140 Jahren gegründet.
Es keine wirklich schöne Stadt aber spannend zuzuschauen das Zentrum des emporstrebenden, selbstbewussten Afrikas. Hier ist u.a. auch der Sitz der Afrikanischen Union, ganz in der Nähe von unserem Hotel Ghion, welches zu Haile Selassies Zeiten so manches Statsoberhaupt beherbergt hat. Den Charme der 70-iger Jahre versprüht es auch noch, ist aber einigermaßen sauber, die Betten sind okay - was will man also mehr? Außerdem darf man bei allem auch nicht vergessen, dass man in Afrika ist.
Neben der afrikanischen Fahrweise fällt aber vor allem auf, wie sauber es hier auf den Straßen ist. Es gibt genügend Straßenfeger, die für Ordnung sorgen.
Wir waren im Nationalmuseum sowie im Ethnologischen Museum
wo ein Skelett vom bislang ältesten menschenähnlichen Wesen ausgestellt ist und haben uns die Dreieinigkeitskirche angeschaut, in der der letzte Kaiser - Haile Silassi beigesetzt ist. Genannt wird es Lucy und ist ca. 3,5 Millionen Jahre alt.
Den Abschluss hat dann ein Besuch des "Mercato" gemacht, welcher der größte Markt Afrikas ist. Den Namen hat er noch von den Italienern, die von 1935-1941 das Land besetzt hatte.
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Montag, 8. Januar 2018
Anreise
Jetzt geht es also wirklich los. Gestern Abend hab ich das Haus noch halbwegs in Ordnung gebracht und meine Sachen zusammengepackt. Katzensitter und Blumengießer sind instruiert.
Heute Morgen war es dann trotz eigentlich ausreichender Zeit doch wieder etwas hektisch (gehört aber bei mir dazu 😏) Es gipfelte dann darin, dass ich an der Bushaltestelle Lobetal sitzend noch einmal alles gedanklich durchging und mir einfiel, dass das Malariamittel im Kühlschrank liegt. Was um alles in der Welt hat es dort zu suchen? Ich hatte es mit dem Cholerazeug, welches kühl liegen muss, zusammen gekauft und dann dort auch gemeinsam deponiert 😁.
Also ging es im Sprint nochmal nachhause - und ich hätte gleich wieder duschen können😅.
Ich hoffe ja nicht es gebrauchen zu müssen aber es dabeizuhaben ist schon ein besseres Gefühl - wie den berühmten Regenschirm 😃.
Jetzt sitze ich also im ICE nach Frankfurt/Aiport und mach es mir gemütlich.
Die Zugfahrt hat bestens geklappt und der Checkin-Schalter war um 18.15 Uhr auch schon besetzt, so dass ich meine Tasche auch gleich loswurde. Hab mir extra eine wasser- und staubdichte aus LKW-Plane gekauft, die dann auch mal auf's Dach vom Bus oder Jeep geschnallt werden kann. Zuhause kann ich sie dann ja kärchern 😏.
Jetzt habe ich mir ein ruhiges Plätzchen gesucht, wo ich es bis um 20.45 Uhr aushalten kann.
Mehr gibt's dann evtl. morgen nach der Ankunft.